300 SC - 1955

Farbe: Grau
Interieur: Leder Grau
Besonderheit: 300 SC Coupe Nr.3 Versuchsfzg.BP
Preis: 695.000 €
Kontakt: Martin Hinterstocker

Als besonderes Highlight in unseren Verkaufshallen stellen wir Ihnen diesmal ein ganz besonderes 300 Sc Coupe vor. Die Produktion des Mercedes 300 S Typ W 188 begann im Juli 1952 und endete im August 1955. Alle Fahrzeuge wurden speziell auf Kundenwunsch hergestellt und als Coupés, Roadster oder Cabriolets ausgeführt. Als Antrieb für alle diente die straßentaugliche Dreivergaser-Version des 300 SL Sportwagens. Nur 113 handgefertigte 300 S verließen 1952 die Werkshallen, gefolgt von 353 im Jahr darauf – ein Anzeichen, dass dieses Modell inzwischen Anklang bei Prominenten und Jetsettern gefunden hatte. 1954 ging die Produktion jedoch auf nur 92 Exemplare zurück, als die Konkurrenz begann, Klimaanlagen und V8-Motoren in ihren Modellen anzubieten. Als Antwort auf diese Herausforderung erschien im September 1955 die zweite Serie (W188 II) als 300 Sc. Eine neue Einspritzanlage von Bosch baugleich mit der das Modells 300 SL hob die Leistung um 25 PS für eine bessere Performance, während eine Eingelenk-Pendelachse hinten für bessere Fahreigenschaften sorgte. Die schon vorher sehr elegante Karosserie wurde durch verchromte Scheibenräder und mehr Chrom verschönert, während neue Dreiecksfenster für eine bessere Belüftung sorgten. Die begrenzte Produktion dieser zweiten Serie belief sich von September 1955 bis April 1958 auf 98 Coupés, 49 Cabriolets A und 53 Roadster. Der Mercedes-Benz 300 Sc mit der Fahrgestellnummer 188.014. 5500003 ist das dritte jemals gebaute Fahrzeug dieser Serie und wurde am 22. Dezember 1955 auf die Automobilfabrik Daimler-Benz A.G. in der Mercedesstraße 136 in Stuttgart Untertürkheim zugelassen. Der in einem speziellen schwarzen Nitrozelluloselack ausgeführte Wagen mit einem Interieur in hellgrauem Leder und einem Becker Mexico Radio im Armaturenbrett fungierte als Testfahrzeug für das neuentwickelte Benzineinspritzsystem. Der intensiv am Entwicklungsprozess beteiligte legendäre Rudolf Uhlenhaut fuhr ebenfalls diesen Wagen im Versuch. Im September 1957 wurde dieser 300 Sc dann auf die B.P. Benzin und Petroleum Gesellschaft in Hamburg zugelassen. Es ist leider nicht bekannt, wann sich BP von dem Fahrzeug getrennt hat. 2007 setzte sich ein Makler namens Rolf Bunte im Auftrag des ältlichen Besitzers, der seine Sammlung auflösen wollte, mit den deutschen Mercedes-Benz Restaurierungsspezialisten Kienle Automobiltechnik in Verbindung. Zu dem Zeitpunkt trug das Fahrzeug noch immer seinen Nitrozelluloselack und verzeichnete gerade einmal 26.000 Kilometer auf dem Tacho. Auf Veranlassung seines neuen Besitzers, einem bekannten deutschen Sammler, wurde das Fahrzeug im Anschluss einer sehr aufwändigen Komplettrestaurierung unterzogen. Das Fahrzeug wurde komplett zerlegt, die Karosserie professionell in allen Bereichen repariert und anschließend mit Nitrozelluloselack in der Originalfarbe lackiert. Der Motor und die gesamte Technik wie die Einspritzanlage wurden in den Originalzustand überholt. Das Interieur wurde in grauem Leder mit schwarzem Keder neu ausgeschlagen. Es kamen nur Originalbauteile zum Einsatz und dort, wo diese nicht mehr verfügbar waren, wurden nach Originalwerkszeichnungen gefertigte Bauteile verwendet. Der 300 Sc verkörpert alles, wofür Mercedes-Benz steht: Prestige, höchste Qualität und Performance. Ein moderner Nachfahre der großartigen Kompressor-Mercedes aus den 30er Jahren, insbesondere des wunderschönen 540 K. Dessen Design spiegelt sich in der langen Motorhaube und den fließenden Kotflügeln des 300 Sc wieder, die über angedeutete Trittbretter bis in das kurze Heck reichen. Darüber hinaus spricht für dieses Fahrzeug die spezielle Geschichte als Entwicklungsfahrzeug für Mercedes-Benz und der spätere Einsatz bei der der British Petrol . Als eines der ersten Fahrzeuge des Typs 300 Sc trägt es den 300 Sc Schriftzug auf dem Heckdeckel. Zwischenverkauf und Irrtümer für dieses Angebot sind ausdrücklich vorbehalten. Ausschlaggebend sind einzig und allein die Vereinbarungen im Kaufvertrag.